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Wintersemester 2018/2019

 

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Vorlesung
Deutsche Einheit. Politik, Gesellschaft, Kultur
PD Dr. Annette Weinke
Di. 16-18 Uhr
UHG, HS 235
Im Grundgesetz hatte sich die Bundesrepublik 1949 den Auftrag gegeben, "in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden". Doch als das Ziel im Oktober 1990 nach mehr als vier Jahrzehnten deutscher Zweistaatlichkeit erreicht wurde, schienen sowohl Regierende als auch Regierte von der Wucht und Geschwindigkeit des Ereignisses überrascht. Dem vorausgegangen waren nicht nur weltpolitische Prozesse wie der schleichende Niedergang des Sowjetimperiums, sondern auch die allmähliche Entfremdung zweier unterschiedlich verfasster Gesellschaften. Weder die politisch Verantwortlichen noch die Bevölkerungen in West und Ost waren auf die Wiedervereinigung und die damit zusammenhängenden Probleme eingestellt. Insofern haftete der nun aufkommenden Rede von der zu bewältigenden "deutschen Einheit" immer auch ein Hauch von Autosuggestion an.
Die Vorlesung zeichnet die wesentlichen Etappen der deutschen Wiedervereinigung und der Umgestaltung in den neuen Bundesländern auf der Grundlage neuerer Forschungsarbeiten nach. Behandelt werden unter anderem internationale Weichenstellungen, die Deindustrialisierungs- und Privatisierungspolitik der Bundesregierung und kulturelle Phänomene wie die "Ost-Identität" als Folge einer Umbruch- und Orientierungskrise.
Einführende Literatur: Andreas Rödder, Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, München 2009.
Klausurtermin: 5.2.2019, 16-18 Uhr

Grundkurs
Grundkurs Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Prof. Dr. Klaus Ries / PD Dr. Annette Weinke
Do. 10-12 Uhr
UHG, HS 024
Der Grundkurs "Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts" bildet zusammen mit einer Seminarveranstaltung das Basismodul zum 19. und 20. Jahrhundert. Der Grundkurs bietet einen an chronologischen und grundsätzlichen Themenkomplexen sowie an Forschungsfragen orientierten Überblick über die Zeit von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart. Dabei steht die deutsche Geschichte zwar im Vordergrund, europäische und außereuropäische Bezüge spielen jedoch ebenfalls eine große Rolle. Studierende sollten keine ereignisgeschichtliche Vollständigkeit, sondern einen an Grundfragen orientierten Problemaufriss erwarten, der einen Einstieg in das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte erleichtert.
Einführende Literatur: Christoph Nonn: Das 19. und 20. Jahrhundert. Orientierung Geschichte, Paderborn 2007; Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München 2009; Matthias Schulz: Das 19. Jahrhundert (1789-1914). Stuttgart 2011; Andreas Wirsching (Hrsg.): Neueste Zeit (Oldenbourg Geschichte Lehrbuch). München 2006; Barbara Wolbring: Neuere Geschichte studieren. Konstanz 2006; ferner sei auf die Bücher der Reihe "Oldenbourg Grundriss der Geschichte" verwiesen.
Klausurtermin: 7.2.2019, 10-12 Uhr

Schreibwerkstatt / Übung im Orientierungsmodul
Lese- und Schreibwerkstatt zum Kalten Krieg
Roman Birke, M.A.
Mi. 10-12 Uhr
August-Bebel-Str. 4, SR 117
Die ideologischen, politischen, militärischen und kulturellen Konflikte des Kalten Krieges haben sich in die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte globale Ordnung eingeschrieben. Sie prägten in unterschiedlicher Intensität die internationalen Beziehungen bis zum Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991. Das Seminar vermittelt einen Überblick über die Geschichte des Kalten Kriegs mit einem Fokus auf die Konflikte zwischen den USA und der Sowjetunion. Drei Ebenen werden in den Blick genommen: Internationale Politik und globale Ordnung; Auswirkungen des Kalten Krieges auf innenpolitische Debatten; Bedeutung der sogenannten Dritten Welt für den Kalten Krieg. Im Zentrum steht die Lektüre von geschichtswissenschaftlichen Texten, die sich mit vielfältigen Fragestellungen und unterschiedlichen methodischen Zugängen dem Phänomen nähern.
Die Lese- und Schreibwerkstatt dient dazu, das Lesen und Verfassen fachwissenschaftlicher Texte einzuüben. Neben Grundlagen der Literaturrecherche vermittelt sie, wie fachwissenschaftliche Texte unterschiedlicher Art und Komplexität gelesen und wie sie geschrieben werden. Sie macht mit den Formen historischer Darstellung vertraut und führt in die Methodik der Geschichtswissenschaft ein. Eigene Texte werden in regelmäßigen Hausaufgaben erarbeitet und im Seminarverlauf zu einem Portfolio zusammengestellt. Zentrales Lernziel ist die argumentative Auseinandersetzung mit historischen Problemstellungen sowie die Formulierung und Präsentation eigener Positionen in einer angemessenen wissenschaftlichen Sprache.
Einführende Literatur: Beinke, Christiane [u.a.]: Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser (UTB 8390), Konstanz 22011, E-Book 2011 (http://www.utb-studi-e-book.de/9783838584706); Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen (= UTB 2854). Wien 2006, E-Book 2012 (http://www.utb-studi-e-book.de/9783838528540; Stöver, Bernd: Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947-1991, München 2007.

Schreibwerkstatt / Übung im Orientierungsmodul
Lese- und Schreibwerkstatt zu "1968"
Dr. Maik Tändler
Termin 1: Di. 14-16 Uhr, UHG, SR 223
Termin 2: Mi. 16-18 Uhr, UHG, SR 147
Das Jahr 1968 steht symbolisch für eine turbulente Zeit des kulturellen Umbruchs und der politischen Revolte mit weltweiten Ausmaßen und nachhaltigen Folgen. Mit Schwerpunkt auf den Ereignissen und Entwicklungen in der Bundesrepublik, aber auch mit einem Blick auf die globalen Dimensionen, soll "1968" als komplexes historisches Phänomen behandelt werden, das aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen methodischen Zugängen erforscht worden ist und über das bis heute kontrovers diskutiert wird.
Die Lese- und Schreibwerkstatt dient dazu, das Lesen und Verfassen fachwissenschaftlicher Texte einzuüben. Neben Grundlagen der Literaturrecherche vermittelt sie, wie fachwissenschaftliche Texte unterschiedlicher Art und Komplexität gelesen und wie sie geschrieben werden. Sie macht mit den Formen historischer Darstellung vertraut und führt in die Methodik der Geschichtswissenschaft ein. Eigene Texte werden in regelmäßigen Hausaufgaben erarbeitet und im Seminarverlauf zu einem Portfolio zusammengestellt. Zentrales Lernziel ist die argumentative Auseinandersetzung mit historischen Problemstellungen sowie die Formulierung und Präsentation eigener Positionen in einer angemessenen wissenschaftlichen Sprache.
Einführende Literatur: Beinke, Christiane [u.a.]: Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser (UTB 8390), 2., völlig überarb. Aufl., Konstanz 2011, E-Book 2011 (http://www.utb-studi-e-book.de/9783838584706); Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen (UTB 2854), Wien 2006, E-Book 2012 (http://www.utb-studi-e-book.de/9783838528540); Norbert Frei: 1968. Jugendrevolte und globaler Protest, 2. Aufl., München 2018; Detlef Siegfried: 1968. Protest, Revolte, Gegenkultur, Stuttgart 2018.

Seminar im Basismodul
Internationale Politik und Entwicklungshilfe nach 1945
Dr. Daniel Stahl
Di. 10-12 Uhr
HI, SR
Tutorium: Mo. 16-18 Uhr, UHG, SR 164 (Sybille Wuttke)
Entwicklungshilfe eignet sich ausgesprochen gut dafür, exemplarisch die großen Linien der internationalen Politik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Blick zu nehmen. Im Kalten Krieg war dieses Politikfeld maßgeblich von der Systemkonkurrenz der beiden Großmächte und ihrer Verbündeten geprägt. Dabei kamen ganz unterschiedliche ideologische Vorstellungen von Modernisierung bzw. Fortschritt zum Tragen. Ebenso prägend waren die Ungleichheiten zwischen Nord und Süd. In der Entwicklungspolitik wirkten koloniale Ordnungsvorstellungen fort, die von den Ländern des globalen Südens, unter denen sich eine zunehmende Zahl dekolonisierter Staaten befanden, infrage gestellt wurden. Neben Regierungen waren es dabei in zunehmendem Maße die UN und transnational agierende NGOs, die Entwicklungspolitik gestalteten. Das Seminar wendet sich sowohl an Studierende, die sich einen allgemeinen Überblick über die internationalen Beziehungen nach 1945 verschaffen wollen, als auch an Studierende, die sich gerne näher mit einem höchst aktuellen und dynamisch entwickelnden Forschungsfeld befassen möchten.
Einführende Literatur: Reinhard Tockmann, Ulrich Menzen, Franz Nuscheler: Entwicklungspolitik. Theorien, Probleme, Strategien. München 2010; Ramon Leeman: Entwicklung als Selbstbestimmung. Die menschenrechtliche Formulierung von Selbstbestimmung und Entwicklung in der UNO, 1945-1986. Göttingen 2013; Marc Frey: Entwicklungspolitik, in: Jost Dülffer, Wilfried Loth (Hg.): Dimensionen internationaler Geschichte, München 2012, S. 293-312.

Seminar im Aufbaumodul
Menschenrechte im 20. Jahrhundert
Roman Birke, M.A.
Di. 14-16 Uhr
HI, SR
Menschenrechte sind in politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart allgegenwärtig. Manche beziehen sich auf Menschenrechte, um Ungerechtigkeit und menschliches Leid zu brandmarken. Andere kritisieren sie als westliches Konzept, das weiße Männer privilegieren und in manchen Fällen gar als Deckmantel für militärische Interventionen dienen würde. Diese Auseinandersetzungen sind nicht neu, sondern haben das 20. Jahrhundert kontinuierlich begleitet. Im Seminar werden die Konflikte über Bedeutung und Geltung von Menschenrechten anhand ausgewählter internationaler und nationalstaatlicher historischer Beispiele diskutiert. Nach einer einführenden Betrachtung der konzeptionellen Unterschiede zwischen den Menschenrechtserklärungen des 18. Jahrhunderts (Französische Revolution, US-Unabhängigkeit) und der UN-Menschenrechtsdeklaration von 1948 fokussiert das Seminar auf das 20. Jahrhundert. Dabei werden die inhaltlich zum Teil unterschiedlichen Bezugnahmen auf Menschenrechte durch transnationale Akteure, den Völkerbund, die Vereinten Nationen, Staaten, Völkerrechtler und NGOs in den Blick genommen. Darüber hinaus wird in die zum Teil kontroversen historiographischen Forschungsdiskussionen eingeführt. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Forschungsliteratur.
Einführende Literatur: Jan Eckel, Die Ambivalenz des Guten. Menschenrechte in der internationalen Politik seit den 1940ern, Göttingen 2014; Samuel Moyn, The Last Utopia. Human Rights in History. Cambridge, MA, 2010; Lynn Hunt, Inventing Human Rights. A History. New York/London 2007.

Seminar im Aufbaumodul / Hauptseminar
Von der Bonner zur Berliner Republik
PD Dr. Annette Weinke
Mi. 10-12 Uhr
HI, SR
Am 20. Juni 1991 entschied der damals noch in Bonn tagende Deutsche Bundestag nach hart umkämpfter Debatte, den Sitz von Parlament und Regierung größtenteils nach Berlin zu verlegen. Nach mehr als vier Jahrzehnten deutscher Teilung und wenige Monate nach Inkrafttreten des deutschen Einigungsvertrags wurde Berlin zur neuen Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands bestimmt. Symbolische Schlagworte wie der alsbald aufkommende Begriff der "Berliner Republik" legen nahe, dass mit der Zäsur von 1989/90 nicht nur der Verlust hergebrachter Gewissheiten, sondern auch fundamentale Veränderungen im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Gefüge der alten Bundesrepublik verbunden waren. Doch inwiefern sind diese Sichtweisen gerechtfertigt und woran lassen sie sich bemessen? Trifft die Abwandlung des berühmten Diktums von Fritz René Allemann zu, der zufolge "Berlin nicht Bonn" ist?
In dem Seminar wird - vorwiegend auf der Grundlage ausgewählter Schlüsseltexte - danach gefragt, welche Spuren die Ereignisse von 1989/90 hinterlassen haben. Dabei werden sowohl sozioökonomische Umbruchprozesse als auch intellektuelle Selbstverständigungsdebatten der "Berliner Republik" in den Blick genommen.
Einführende Literatur: Manfred Görtemaker: Berliner Republik, München 2009; Axel Schildt/Detlef Siegfried: Deutsche Kulturgeschichte. Die Bundesrepublik von 1945 bis zur Gegenwart. München 2009.

Seminar im Aufbaumodul / Hauptseminar
Vernichtung durch Arbeit? Neue Forschungen zu Zwangsarbeit und Besatzungsherrschaft in Europa
PD Dr. Tim Schanetzky
Mi., 16-18 Uhr
UHG, SR 219
Die größten Fortschritte hat die empirische Erforschung des Dritten Reiches zuletzt vor allem in zwei Bereichen gemacht: Zum einen wurde intensiv über die NS-Herrschaft im besetzten Europa diskutiert - über Formen der politisch-administrativen Machtausübung, der Ausbeutung ökonomischer Ressourcen und nicht zuletzt über das Verhältnis von Repression und Kollaboration. Zum anderen hat die Täter- und Gewaltforschung zahlreiche neue Befunde über das Lagersystem erbracht. Hier gewann die Herrschaft der Lager-SS im letzten Kriegsjahr erstmals schärfere Konturen, und auch die ökonomische Nutzung der Häftlingsarbeitskraft ist für das Lagersystem in seiner Gesamtheit, für das Verhältnis zwischen Stamm- und Außenlagern und inzwischen auch für die "Ghettoökonomie" sehr viel genauer rekonstruiert worden. Das Seminar wird diese neueren Forschungsbeiträge auswerten und zwei Forschungsfelder aufeinander beziehen, die üblicherweise getrennt voneinander betrachtet werden. Ziel ist es, die neueren empirischen Befunde zu qualifizieren und auf ihre Tragweite für die Interpretation des NS-Staates zu befragen.
Einführende Literatur: Marc Buggeln: Slave Labour in Nazi Concentration Camps, Oxford 2014; Stefan Hördler: Ordnung und Inferno. Das KZ-System im letzten Kriegsjahr, Göttingen 2015; Sven Keller: Volksgemeinschaft am Ende. Gesellschaft und Gewalt 1944/45, München 2013; Mark Mazower: Hitler's Empire. How the Nazis ruled Europe, New York 2008.

Übung
Erlebte Deutsche Demokratische Republik 1949 bis 1990. Ein Historiker und Zeitzeuge analysiert und kommentiert
Dr. Martin Morgner
Mo. 14-16 Uhr
UHG, SR 164
Der Lehrende hat sein Leben von 1948 bis 1990 durchgehend in jenem Teil Deutschlands gelebt, der von den Machthabern als "Deutsche Demokratische Republik" und als "erster Staat der Arbeiter und Bauern in der deutschen Geschichte" bezeichnet wurde. Was von dieser Selbsteinschätzung der politischen Elite Realität und was Propaganda war, das hat Martin Morgner am eigenen Leib und am eigenen Geist erfahren. Die Lehrveranstaltung verbindet diese Erfahrungen als Zeitzeuge mit der Analyse der DDR aus der Perspektive des Historikers. Zum einen werden die wesentlichen Lebensetappen des Lehrenden anhand zahlreicher biographischer Quellen geschildert - Kindheit und Bildungsweg, Aufstiegschancen und Studium, chaotische Ausstiegsjahre sowie die spätere dissidente, künstlerische und literarische Randexistenz. Zum anderen werden parallel dazu wesentliche politische und gesellschaftliche Entwicklungen in vier Jahrzehnten SED-Diktatur und "Realsozialismus" analysiert. Den Studierenden bietet sich dabei die Möglichkeit, den Lehrenden in seiner Doppelrolle als Zeitzeuge und Historiker zur Geschichte eines bedeutungsvollen Gesellschaftsmodells zu befragen, dessen Ende bald 30 Jahre zurückliegt.
Einführende Literatur: Judt, Matthias (Hg.): DDR-Geschichte in Dokumenten. Beschlüsse, Berichte, interne Materialien und Alltagszeugnisse, Berlin 1997; Wolle, Stefan: Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR 1949-1989; Morgner, Martin: Zersetzte Zeit 1973-1984, Leipzig 2015.

Oberseminar im Vertiefungsmodul
PD Dr. Annette Weinke
Di 18.30-20 Uhr
HI, SR
Das Oberseminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierende, die im Bereich des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit Bachelor-, Master- oder Staatsexamensarbeiten beschäftigt sind oder sich darauf vorbereiten wollen, und zwar beginnend bereits im Semester vor der Anmeldung der jeweiligen Arbeit. Darüber hinaus herzlich eingeladen sind die Studierenden des Masterstudiengangs "Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts" und die Doktoranden des Lehrstuhls. Persönliche Anmeldung im Lehrstuhlsekretariat erbeten.

Zeitgeschichtliches Kolloquium
Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller / Prof. Dr. Anke John / Prof. Dr. Volkhard Knigge / Prof. Dr. Joachim von Puttkamer / PD Dr. Tim Schanetzky / PD Dr. Franziska Schedewie / PD Dr. Annette Weinke
Mi 18-20 Uhr
Zwätzengasse 4, SR EG
Das Zeitgeschichtliche Kolloquium wird von Prof. Dr. Norbert Frei, Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, Prof. Dr. Anke John, Prof. Dr. Volkhard Knigge, Prof. Dr. Joachim von Puttkamer, PD Dr. Tim Schanetzky, PD Dr. Franziska Schedewie und PD Dr. Annette Weinke gemeinsam veranstaltet. Vorgestellt und diskutiert werden vor allem Forschungsentwürfe, laufende Untersuchungen und jüngst abgeschlossene Qualifikationsarbeiten zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zur regelmäßigen Teilnahme eingeladen und aufgefordert sind insbesondere die Doktoranden, Mitarbeiter und fortgeschrittenen Studierenden der Veranstalter. Willkommen sind alle Angehörigen des Historischen Instituts und der Universität.

Doktorandenschule des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts
Ort und Zeit nach Vereinbarung
Im Rahmen seiner Doktorandenschule veranstaltet das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts in jedem Semester mehrere ganztägige Seminartage (aktuelle Informationen unter www.jenacenter.uni-jena.de). Die Teilnahme ist grundsätzlich den Mitgliedern der Doktorandenschule vorbehalten. Neue Interessenten wenden sich bitte an den Leiter des Jena Center, Prof. Dr. Norbert Frei.

Vorlesung
Die Republik von Weimar. Geschichte und Aktualität
Prof. Dr. Norbert Frei
Di. 16-18 Uhr
UHG, HS 235
Die aktuelle Debatte über den politischen Populismus in Deutschland und Europa sorgt nicht nur hierzulande für ein neues Interesse an der Geschichte der Weimarer Republik, das sich im Vorfeld des bevorstehenden hundertsten Jahrestags ihrer Gründung noch verstärken dürfte. Die Vorlesung folgt der ersten deutschen Demokratie von ihrer Entstehung 1918/19 bis zur Ernennung Hitlers am 30. Januar 1933 und versucht, die angesichts einer jahrzehntelangen Forschungsgeschichte vielfach selbst schon "klassisch" gewordenen fachwissenschaftlichen Kontroversen mit neueren historiographischen Ansätzen und gegenwärtigen demokratiepolitischen Fragen zu verbinden. Die Vorlesung richtet sich an Hörer aller Semester und kann auch unabhängig von Modulen besucht werden.
Klausurtermin: 31.1.2017, 16-18 Uhr
Einführende Literatur: Eberhard Kolb/Dirk Schumann, Die Weimarer Republik. 8., aktualisierte und erweiterte Auflage, München 2013; Detlev J. K. Peukert, Die Weimarer Republik. Krisenjahre der klassischen Moderne. Neuausgabe Frankfurt/Main 1996.Vorlesung
Die Bundesrepublik und die DDR in den 1960er Jahren
Prof. Dr. Norbert Frei
Di 16-18 Uhr
UHG, HS 235
Die Vorlesung behandelt die Geschichte der beiden deutschen Staaten vom Mauerbau bis zum Beginn der sozialliberalen Koalition beziehungsweise bis zum Ende der Ära Ulbricht. Schwerpunkte bilden die jeweilige innere politische und gesellschaftliche Entwicklung sowie die deutsch-deutsche Beziehungs¬geschichte. Darüber hinaus werden die Grundzüge der in-ternationalen Politik und der weltweiten sozialkulturellen Umbrüche thematisiert, die dieses Jahrzehnt prägten. Soweit dies im Rahmen einer Überblicksvorlesung möglich ist, sollen aber auch historiographische Deutungskontroversen zur Sprache kommen. So etwa die These, wonach die sechziger Jahre in der Bundes¬republik zur Periode der "inneren Begründung" der zweiten Demokratie geworden sind. Für die Entwicklung der DDR in dieser Zeit ist unter anderem zu klären, inwiefern von einer Phase der inneren Konsolidierung gesprochen wer-den kann. Die Vorlesung richtet sich an Hörer aller Semester und kann unabhängig von Grund- und Fachmodulen besucht werden.
Klausurtermin: 10.7.2018, 16-18 Uhr
Einführende Literatur: Christoph Kleßmann: Zwei Staaten, eine Nation. Deutsche Ge-schichte 1955-1970, Bonn 21997; Axel Schildt/Detlef Siegfried/Karl Christian Lammers (Hrsg.): Dynamische Zeiten. Die 60er Jahre in den beiden ¬deutschen Gesellschaften, Ham-burg 2000; Hermann Weber: Die DDR 1945-1990, München 2006 (4. Aufl.).