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Wintersemester 2017/2018


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Europa und die USA sehen sich seit einiger Zeit mit Nationalismus und Rechtspopulismus konfrontiert. Diese Wiederkehr autoritärer Sehnsüchte lenkt den Blick fast zwangsläufig zurück in die Zwischenkriegszeit, in der die repräsentative Demokratie ihre bis dato größte Krise erlebte - und nicht nur in Deutschland scheiterte.
Ausgehend von der nationalsozialistischen "Machtergreifung" soll die Geschichte autoritärer Bewegungen und Regime in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg neu beleuchtet werden. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf nationale Entwicklungen ebenso wie auf grenzüberschreitende Verflechtungen und parallele Wahrnehmungen autoritärer Ideen und Akteure, Bewegungen und Regime: auf die Mobilisierung "von unten" ebenso wie auf die Konsolidierung autoritärer Herrschaft "von oben", auf die schlichte Verachtung und Ablehnung demokratischer Prinzipien ebenso wie auf Versuche ihrer rechten Umdeutung. Erst auf diese Weise, so die Ausgangsthese unserer Tagung, kann die komplexe historische Dynamik verstanden werden, die aus Demokratien Diktaturen werden ließ.

>> Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung per E-Mail an j <<


Programmübersicht


Donnerstag, 25. Januar 2018

15.00 Uhr

Einführung: Norbert Frei und Joachim von Puttkamer

15.30 - 17.30 Uhr

I. Den 30. Januar 1933 neu lesen

Moderation: Carola Dietze (Jena)

Wlodzimierz Borodziej (Warschau): Polen
Peter Fritzsche (Urbana): Westeuropa und USA
Franka Maubach (Jena): Deutschland

Kommentar: Bernd Weisbrod (Berlin)

18.00 Uhr

Abendvortrag

Lawrence Douglas (Amherst)
Trump, Demokratie und Autoritarismus in der Gegenwart

im Anschluss Empfang


Freitag, 26. Januar 2018

9.00 - 11.00 Uhr

II. Demokratievorstellungen in der Zwischenkriegszeit

Moderation: Raphael Utz (Jena)

Michal Kopecek (Prag / Jena): Tschechoslowakei
Till Kössler (Bochum): Spanien
Stefanie Middendorf (Halle): Frankreich

Kommentar: Friederike Kind-Kovács (Regensburg)

11.30 - 13.30 Uhr

III. Demokratie, Rechtsstaat, Institutionen

Moderation: Maik Tändler (Jena)

Tim B. Müller (Hamburg): Deutschland
Dejan Djokic (London): Jugoslawien
Christhardt Henschel (Warschau): Polen

Kommentar: Annette Weinke (Jena)

15.00 - 17.00 Uhr

IV. Mobilisierung in der Zwischenkriegszeit

Moderation: Tim Schanetzky (Jena)

Ute Daniel (Braunschweig): Deutschland
Sven Reichardt (Konstanz): Italien
Armin Heinen (Aachen): Rumänien

Kommentar:

Petra Terhoeven (Göttingen)


Samstag, 27. Januar 2018

9.30 - 12.00 Uhr

V. Demokratie und Demokratur in der Gegenwart

Norbert Frei und Joachim von Puttkamer
im Gespräch mit

Piotr Buras (Warschau), Victoria de Grazia (New York), Dieter Grimm (Berlin), Ian Kershaw (Sheffield) und Oliver Rathkolb (Wien)